Marktplätze & Multichannel
Amazon, eBay, Kaufland, Otto — Begriffe rund um den Verkauf auf mehreren Kanälen.
A+ Content
A+ Content (früher „Enhanced Brand Content“) ist ein von Amazon bereitgestelltes Format für erweiterte, visuelle Produktbeschreibungen unterhalb der Standard-Bulletpoints. Es ersetzt den reinen Fließtext durch Bild-Text-Module, Vergleichstabellen und Markenelemente und steht ausschließlich Verkäufern mit registrierter Marke zur Verfügung.
Amazon Brand Registry
Die Amazon Brand Registry ist ein kostenloses Programm, mit dem Markeninhaber ihre eingetragene Marke bei Amazon verifizieren und dadurch erweiterte Kontroll- und Werbefunktionen erhalten. Voraussetzung ist eine aktive, bei einem anerkannten Markenamt eingetragene Wort- oder Bildmarke, die zum jeweiligen Produktsortiment passt.
Amazon Buy Box
Die Buy Box ist der prominente „In den Einkaufswagen“-Kaufbutton auf einer Amazon-Produktseite, über den die meisten Bestellungen abgewickelt werden. Bieten mehrere Verkäufer dasselbe Produkt an, entscheidet ein Amazon-interner Algorithmus, welches Angebot die Buy Box erhält — alle anderen Angebote landen nur sichtbar unter „Weitere Kaufoptionen“.
Amazon FBA vs. FBM
FBA (Fulfillment by Amazon) und FBM (Fulfillment by Merchant) sind die zwei Versandmodelle für Verkäufer auf Amazon. Bei FBA lagert und versendet Amazon die Ware inklusive Kundenservice, bei FBM übernimmt der Händler Lagerung, Versand und Kundenservice selbst.
Amazon PPC / Sponsored Ads
Amazon PPC (Pay-per-Click) bezeichnet die bezahlten Werbeformate innerhalb von Amazon Ads — Sponsored Products, Sponsored Brands und Sponsored Display. Verkäufer zahlen dabei nur bei einem tatsächlichen Klick auf die Anzeige, während Ausspielung und Position über ein Gebots- und Keyword-System in Amazons Suchergebnissen und Produktseiten entschieden werden.
Amazon Vendor vs. Seller
Amazon Vendor und Amazon Seller bezeichnen zwei grundsätzlich verschiedene Modelle, um bei Amazon zu verkaufen: Als Vendor (1P, „First Party“) verkauft man die Ware an Amazon selbst, das sie dann im eigenen Namen weiterverkauft. Als Seller (3P, „Third Party“) verkauft man weiterhin direkt an den Endkunden und bleibt selbst als Händler auf der Produktseite sichtbar.
ASIN
Die ASIN (Amazon Standard Identification Number) ist ein zehnstelliger, alphanumerischer Code, den Amazon jedem Produkt in seinem eigenen Katalog zuweist. Anders als EAN oder GTIN ist die ASIN kein herstellerübergreifender, weltweiter Standard, sondern eine Amazon-interne Kennung, die nur innerhalb der jeweiligen Amazon-Landesplattform eindeutig ist.
EAN / GTIN
EAN (European Article Number) und GTIN (Global Trade Item Number) bezeichnen praktisch dasselbe: eine weltweit eindeutige, meist 13-stellige Nummer zur Identifikation eines Produkts. GTIN ist der international gebräuchliche Oberbegriff, EAN die in Europa historisch übliche Bezeichnung für die 13-stellige Variante (GTIN-13).
eBay Verkäuferschutz
Der eBay-Verkäuferschutz ist ein internes eBay-Programm, das Verkäufer in bestimmten Streitfällen — etwa bei unberechtigten „Nicht erhalten“-Reklamationen trotz nachweisbarem Versand — vor finanziellen Nachteilen bewahren kann. Es handelt sich um eine private Plattform-Richtlinie, kein gesetzliches Recht, und ersetzt keine rechtliche Beratung im Einzelfall.
JTL eazyAuction
JTL eazyAuction ist das Multichannel-Modul von JTL, das die JTL-Wawi mit Marktplätzen wie Amazon, eBay, Kaufland und Otto verbindet. Artikel, Preise und Bestände werden zentral in der Warenwirtschaft gepflegt und automatisiert an alle angebundenen Kanäle übertragen.
Kaufland Global Marketplace
Kaufland Global Marketplace ist die Marktplatz-Plattform des Handelsunternehmens Kaufland, über die externe Händler ihre Produkte parallel in mehreren europäischen Ländern anbieten können. Anders als der stationäre Kaufland-Handel ist der Marketplace ein reines Online-Verkaufsmodell für Drittanbieter, organisatorisch getrennt von der Filiallogistik.
Marktplatz vs. eigener Shop
Marktplatz und eigener Online-Shop sind die zwei grundsätzlichen Vertriebswege im E-Commerce: Ein Marktplatz wie Amazon oder eBay bringt sofortige Reichweite und bestehendes Kundenvertrauen, kostet dafür Kontrolle über Preis, Marke und Kundendaten. Der eigene Shop bietet volle Kontrolle und in der Regel eine höhere Marge je Verkauf, erfordert dafür aber eigenständigen Trafficaufbau.
Marktplatz-Gebühren
Marktplatz-Gebühren sind die Summe aller Kosten, die ein Händler für den Verkauf über eine Plattform wie Amazon, eBay, Kaufland oder OTTO Market zahlt. Den größten Anteil macht meist die Verkaufsprovision aus, die als Prozentsatz vom Verkaufspreis abgezogen wird — hinzu kommen je nach Modell Grundgebühren, Versandkosten sowie oft übersehene Kosten für Werbung, Lagerung und Retouren.
OTTO Market
OTTO Market ist der Marktplatz des deutschen Handelsunternehmens Otto, über den externe Händler ihre Produkte neben dem eigenen Otto-Sortiment anbieten können. Anders als bei offenen Selbstbedienungsplattformen ist die Aufnahme kuratiert — Otto prüft Bewerbungen und lässt nicht jeden Händler oder jedes Sortiment automatisch zu.
Produktbewertungen auf Marktplätzen
Produktbewertungen sind die von Käufern nach dem Kauf abgegebenen Sternebewertungen und Rezensionstexte auf der Produktseite eines Marktplatzes. Sie gelten als eines der stärksten Vertrauenssignale im Kaufprozess — Marktplätze wie Amazon und eBay reglementieren deshalb streng, wie Händler Bewertungen anfragen dürfen, und verbieten gekaufte oder gefälschte Bewertungen ausdrücklich.
Repricing
Repricing bezeichnet die automatische, regelbasierte Anpassung von Verkaufspreisen auf Marktplätzen wie Amazon, eBay oder Kaufland — meist mehrmals täglich und in Reaktion auf Konkurrenzpreise, Lagerbestand oder Buy-Box-Status. Ziel ist es, wettbewerbsfähig zu bleiben, ohne Preise manuell nachpflegen zu müssen.
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